Braun Super Paxette II

Heute will ich meinen Vorsatz wahr machen, so langsam einige Kamreras aus meiner Sammlung vorzustellen. Begonnen habe ich ja vor geraumer Zeit mit der Agfa Synchro Box. Heute folgt die Super Paxette II von Braun. Diese Kleinbildkamera wurde um 1956 verkauft, sie ist schön kompakt und wirkt unverwüstlich. Gegenüber der Paxette I hat man die Möglichkeit das Objektiv zu wechseln. Der Schnittbildentfernungsmesser tut seinen Dienst wunderbar, bei der Belichtung ist man auf einen Belichtungsmesser oder auf seine Erfahrung angewiesen.

Eine Ausgabe dieser Kamera war die erste Kamera meines Vaters, der heute 81-jährig immer noch rege und vor allem äußerst erfolgreich (natürlich rein analog) fotografiert.

Die Agfa Synchro Box

Heute beginne ich damit, meine Kamerasammlung vorzustellen, und ich beginne mit der Agfa Synchro Box.

Die Agfa Synchro Box ist eine ganz einfache Kamera, die mit einem Mittelformatfilm bestückt wurde. Die Optik besteht aus einer einfachen, unvergüteten Linse; der Verschluss besteht aus einer einfachen Klappe im Inneren, die nach dem Drücken des Auslösers herunterfällt und eine Verschlusszeit von ca. einer 30-tel Sekunde ergibt. Ein Schieber ermöglicht die Einstellung zweier Blendengrößen sowie einen Gelbfilter. Die Kamera nahm Bilder im Format 6 x 9 cm auf und hatte zwei „Billantsucher“, einen im Hochformat und einen im Querformat.

Agfa Box Sucher

Gebaut wurde die Kamera zwischen 1949 und 1958, das „Synchro“ bezieht sich auf die Elektrokontakte, die eine Blitzaufnahme ermöglichten. Wer nähere Informationen wünscht kann sich hier erkundigen: www.optiksammlung.de

Literarisch kam die Box noch 2008 zu späten Ehrungen im Roman von Günter Grass „Die Box“.

Die Box-Fotos wurden aufgrund der bescheidenen Optik und der langen Verschlusszeiten oft etwas unscharf, daher wurden sie meist lediglich als Kontaktabzüge ausbelichtet. Dass es aber möglich ist, damit echte Bilder zu machen, zeigt sich in diesem Bild:


Auch dieses Bild ist schon historisch, es wurde im Februar 2007 aufgenommen und zeigt die Holsatiamühle an der Mündung der Schwentine in die Kieler Förde, aufgenommen vom Fähranleger gegenüber. Ziemlich genau ein Jahr nach dieser Aufnahme, im März 2008 ließ die Stadt Kiel das denkmalgeschützte Gebäude abreißen. Auch der Fähranleger fiel der Aktion zum Opfer.